Nachdem die beiden eigentlichen Gegner für den Samstag abgesagt hatten, entschloss man sich kurzerhand zu einer Neuauflage des Lokalderbys in Ginsheim.

Auf hervorragend bespielbarem Naturrasen dauerte es sehr lange bis zur ersten Torchance,  Roger Feringa im Germania Tor war jedoch wachsam und hielt seinen Kasten sauber. Ein Augenschmaus war die erste Halbzeit bei sommerlichen Bedingungen keineswegs,  Strafraumszenen waren Mangelware ,  Ginsheim zeigte die bessere Spielanlage und mehr Pass-Sicherheit ,  aber Temperaturen und vermutlich Vatertags-Nachwehen ließen wenig Spritzigkeit oder Tordrang erkennen. Die Heimmannschaft nutzte dann einen der zahlreichen Fehlpässe im Germanen-Spielaufbau zur verdienten Halbzeitführung.  Wenig Veränderung nach dem Wechsel, der frisch gekürte Kreispokalsieger aus Ginsheim erspielte sich jetzt aber mehr Torchancen,  um frühzeitig das Spiel zu entscheiden und die Germanenabwehr hatte gut zu tun. Mitte der zweiten Halbzeit avancierte der eigentlich etatmässige Keeper Maksim Dyrmishi   dann zum Man of the Match : Einen langen Diagonalball  nahm er kurz nach seiner Einwechslung  gekonnt mit der Brust an, liess die Kugel einmal dotzen und zimmerte den Ball aus 22 Metern unhaltbar unter den Querbalken. Jetzt setzten die Germanen nach und Patrick Rothmeier wurde kurz darauf elfmeterreif gefoult. Er selbst verwandelte unhaltbar zur etwas schmeichelhaften Führung. Abermals Maksim Dyrmishi war es daraufhin , der einen guten Angriff über die rechte Aussenbahn mit scharfer Hereingabe per Grätsche von der Fünfmeterraum-Linie   eiskalt abschloß.  Ginsheim  zeigte sich überrascht ob der effektiven Chancenausnutzung der Gäste , liess aber selbst mehrfach im Abschluss die Zielstrebigkeit und Treffgenauigkeit vermissen – selbst der Anschlußtreffer wollte nicht gelingen.  Gustavsburg freute sich am Ende über einen etwas glücklichen Derbysieg in einer äußerst fairen Partie dank einer fast optimalen Chancenausnutzung gegen eine zugegeben etwas ersatzgeschwächte Heimelf,  der zudem vermutlich die Feierlichkeiten nach dem Kreispokalsieg noch in den Knochen steckte.